Warum Fotografie?

Jahresrückblick 2017 - Sonnenaufgang in Schweden | Warum ich Fotografiere

Einfache Fragen…

Bei jedem Fotoshooting gibt es bestimmte Fragen, die mir so gut wie immer gestellt werden. Wer hier öfter im Blog mitliest, kennt die ein oder andere und weiß auch, dass ich sie hier ab und zu gerne ausführlich beantworte.
Da ist zum Beispiel die Frage nach meiner liebsten Tageszeit für so ein Shooting oder was für mich ein gutes Foto ausmacht, ob sich immer alle Tiere so furchtbar benehmen wie das Eigene und ob ich denn selbst auch reiten würde.
Diese Fragen lassen sich alle immer ganz einfach beantworten. Und dann kommen ganz oft noch zwei Fragen hinterher, die eine, wie ich zur Fotografie gekommen bin und die zweite, warum ich denn fotografiere.

…schwere Antworten

Beide Fragen sind für mich nicht ganz so einfach zu beantworten.
Wie ich zur Fotografie gekommen bin, weiß ich selbst nicht so genau. Mein Opa und mein Papa haben beide immer viel fotografiert und gefilmt – wir haben zig Fotoalben und vertonte Dia-Shows zu Hause und ich finde es immer wieder unglaublich schön, diese Erinnerungen hervorzukramen, wenn die Familie zusammen kommt. Dann gibt es immer viele lustige „weißt du noch“-Momente oder „du hattest ja auch mal Haare“-Kommentare.
Fotografie hat für mich schon immer dazu gehört, es war ganz normal, dass irgendjemand aus der Familie mit Kamera um den Hals baumelnd umherstreifte. Ich selbst hatte zwar eine kleine analoge Kamera, aber so richtig zur Fotografie gekommen bin ich erst spät.

Reitponystute Libelle | Pferdefotoshooting in Flensburg | Sonnenaufgang | Sarah Koutnik Fotografie | München

Warum Fotografie?

Das war vor etwas mehr als 10 Jahren, als die Matura näher rückte – die Zeit für das Hobby Pferd fehlte leider, aber es war doch zu viel Freizeit, um sie mit Nichtstun zu verbringen.
Und so zog die erste digitale Kamera bei mir ein und ich begann, die Welt um mich herum anders wahr zu nehmen. Auf einmal waren da Licht und Schatten, Linien und Momente und überall Motive.

Und so langsam bemerkte ich dann, dass ich mit der Fotografie mehr anstellen kann, als nur Motiv an Motiv zu reihen. Es ist möglich, mit Bildern Geschichten zu erzählen, Emotionen fest zu halten und zu erzeugen.
Geschichten zu erzählen ist übrigens eine meiner geheimen Leidenschaften. Schon als Kind habe ich im Unterricht Geschichten auf Schmierzettel gekritzelt und Bücher waren meine besten Freunde. Auch heute noch fange ich tausende Geschichten an, von denen keine einzige fertig wird und meine Erzählwut lasse ich dann hier im Blog heraus. Die Fotografie gab mir eine Möglichkeit, meine Geschichten zu erzählen und zu zeigen.

Nebelshooting mit Wallach Carino | Sarah Koutnik Fotografie | Pferdefotografie München

Wie und Warum – unzertrennlich

Meine Fotos erzählen oft genug nicht meine Geschichten, sondern die meiner Kunden und ihrer Pferde. Es sind schöne Geschichten, traurige Geschichten, kurze Geschichten und lange Geschichten.
Es macht mich glücklich, dass ich sie erzählen darf. Es gibt für mich kaum einen schöneren Moment, als wenn mir jemand nach dem Shooting sagt, dass er auf den Fotos wirklich sein Pferd sieht – in all seinen Farben und mit all seinen Facette.

Und es gibt noch eine Sache die mich glücklich macht:
Wenn ich daran denke, dass ihr die Fotos in einigen Jahren wieder hervorholt, euch daran erfreut und sie herzeigt. Und vielleicht auch so Dinge sagt wie „weißt du, das war damals so…“ und „schau mal, da hatte sie noch keine weißen Haare“. Ihr die Fotos anseht und lächelt, denn sie erzählen eure Geschichte. Immer wieder.

Irish Sport Horse Abbey Wood | Sarah Koutnik Fotografie | Pferdefotografie | München | Bayern | Österreich | Nebel

 

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