Früh aus den Federn…

Schon im letzten Jahr wurde ich von Sebastian angeschrieben, der seiner Freundin gerne einen Gutschein für ein Pferdefotoshooting schenken wollte. Schnell war der zugeschickt und verschenkt – ich freue mich ja immer ganz besonders, wenn ein Shooting bei mir verschenkt wird. Es lässt mein Herzchen höher schlagen, wenn ich Teil davon bin, wenn jemand an seine Liebsten denkt.

Bis es dann zum Shooting kam, dauerte es allerdings ein wenig. Das hatte auch seinen Grund, denn das erste eigene Pferd sollte mit den Fotos festgehalten werden. So kam es dann, dass die Einlösung im August statt fand.

Ich bin ja ein Kind des Sommers und außerdem liebe ich Sonnenaufgänge. Aber die Kombination Sonnenaufgang im Sommer ist dann doch oft etwas anstrengend, denn da heißt es: Wecker klingeln lange vor 5 Uhr. So auch an diesem Tag. Der für mich schlimmste Moment bei morgendlichen Shootings ist es, den Wecker am Abend zuvor zu stellen. Ganz besonders dann, wenn ich den Handywecker verwende und mir mein allerliebstes Smartphone fröhlich blinkend erzählt, wie viele wenige Stunden ich zu schlafen habe. Danke auch dafür, liebe Programmierer. Manchmal möchte man es nicht so genau wissen 😉

Pferdefotoshooting im Morgenrot bei Nebel und Sonnenaufgang mit schwarzem Isländer Thjotandi | Sarah Koutnik Fotografie | Pferdefotografie München Krailling Starnberg Bayern

Sommerliche Überraschung

So schlimm das Aufstehen also auch war, so viel Gutes hatte der Tag in petto.
Die Anfahrt war etwas länger und die S-Bahn fuhr Anfangs noch durch die Dunkelheit. Doch je näher wir dem Ziel kamen, desto aufgeregter wurde ich. Erst dachte ich ja, ich hätte nicht richtig gesehen, als es da durch die Bäume blitzte. Doch nein, es war tatsächlich: Nebel. Wunderschöner, morgendlicher Nebel zum Sonnenaufgang. So schön, wie es sonst nur der Herbst schafft. Und das mitten im Sommer!

Und gut ging es gleich auch weiter.
Sebastian holte mich vom Bahnhof ab und Isabell wartete schon mit einem auf hochglanz polierten Thjotandi auf uns. Wir machten uns auch gleich auf zu einem ganz entspannten Morgenspaziergang. Die Ruhe um diese Uhrzeit ist einfach immer wieder wunderbar – wir begegneten keiner Menschenseele. Wir trafen nur ein paar Enten, die es sich in einer Pfütze vor dem Misthaufen gemütlich gemacht hatten und eine Ziege, die wohl fand, dass das Gras auf der anderen Seite des Zaunes grüner war (sie fühlte sich auch ertappt und hüpfte sehr elegant wieder zurück auf ihre Weide – ich wusste nicht, dass Ziegen so hoch springen können!).

Nichts davon beeindruckte Thjotandi, er schien auch mit der Uhrzeit so gar kein Problem zu haben und genoss es sichtlich, mit seinem Frauchen unterwegs zu sein.

Pferdefotoshooting bei Nebel und Sonnenaufgang mit schwarzem Isländer Thjotandi | Sarah Koutnik Fotografie | Pferdefotografie München Krailling Starnberg Bayern

Das Licht, das Licht und der Nebel….

Wir hatten wirklich wahnsinnig viel Glück mit dem Licht. Erst dieser wunderschöne rote Sonnenaufgang, dann der Nebel überall und als wir auf eine Wiese kamen, brachen die Sonnenstrahlen so langsam durch den Nebel.
Ich konnte nicht anders, als meine mir selbst gesteckten Prinzipien über Bord zu werfen und doch einen Menschen vor meine Kamera zu lassen. Wie hätte ich in diesem Licht die beiden auch bitteschön nicht fotografieren können?

Pferdefotoshooting bei Nebel und Sonnenaufgang mit schwarzem Isländer Thjotandi | Sarah Koutnik Fotografie | Pferdefotografie München Krailling Starnberg Bayern

Zum Abschluss durften es dann noch klassische Portraits vor schwarzem Hintergrund sein. Auch das meisterte der bildschöne Rappe wie ein alter Profi und zufrieden durfte er zu seinen Kumpels auf die Weide. Und ich durfte mindestens ebenso zufrieden zurück in mein Bett 😉

Pferdefotoshooting bei Nebel und Sonnenaufgang mit schwarzem Isländer Thjotandi | Sarah Koutnik Fotografie | Pferdefotografie München Krailling Starnberg Bayern