Wie ein Großteil von euch, bin auch ich auf Facebook zu finden. Natürlich nicht nur mit meinem offiziellen Fotografenprofil sondern auch privat. Und wie wahrscheinlich jedem von euch, zeigt Facebook auch mir regelmäßig diverse Erinnerungen. Fotos, Statusupdates, Freundschaften, die vor Jahren geschlossen wurden. Ich bin ein Mensch, der wahnsinnig gerne in der Vergangenheit schwelgt, der gerne nostalgisch wird und dann stundenlang durch diverse alte Unterlagen und “Erinnerungsschachteln” stöbert (ich gehöre auch noch zu den Menschen, die nichts wegwerfen können und eine große Sammlung an alten Eintrittskarten, Zettelchen und Verpackungen von “besonderen” Süßigkeiten besitzen, die in Schachteln und Schubladen darauf warten, als Stichworte für lächelnde Reisen in die Vergangenheit zu dienen).

Ich muss also zugeben, dass ich diese Erinnerungsfunktion von Facebook sehr gern hab. Und vor ein paar Tagen wurde mir dann dieses Foto hier gezeigt, das mich auf so eine Reise geschickt hat. Und ich würde euch jetzt gerne mitnehmen….

Sarah Koutnik Fotografie | Hundefotografie | München | Erinnerungen

Das Foto zeigt die hübsche Nala, die ich im Juni 2014, also vor mittlerweile 3 Jahren fotografieren durfte. Das Shooting war ein ganz besonderes für mich und wirds auch immer bleiben. Die Fotos, die da entstanden sind, waren die ersten Tierfotos, die ich für einen fremden Menschen gemacht habe.

Dieses Fotoshooting war einer der Grundsteine (wenn nicht sogar der Grundstein) für all das, was danach gekommen ist.
Mei, ich sags euch, ich war so unglaublich nervös. Ich bin (war?) ja recht schüchtern und die Vorstellung, da gleich für jemanden zu fotografieren hat mich ganz schön fertig gemacht. Bin ich gut genug? Werden meine Fotos gefallen? Was, wenn ich mich blöd anstelle oder blamiere? Schaffe ich das? Wenn ich jetzt schon so nervös bin, wo es eigentlich noch um nichts geht, wie wird das erst, wenn alles offiziell ist und ich auch noch Geld dafür verlange?

Was soll ich sagen?
Es war alles nicht so schlimm. Yvonne und Nala waren die perfekten “ersten Fremden” 😀 Sie haben es mir wirklich leicht gemacht, schöne Fotos zu kreieren und haben mir geholfen, die Nervosität zu überwinden. Wäre dieses Shooting anders gelaufen, wer weiß, ob ich mich dann dazu entschlossen hätte überhaupt weiter zu machen mit der Fotografie?

Es folgten einige weitere Hundefotoshootings und eine kleine fotografische Entwicklung….

Juni 2014…
Sarah Koutnik Fotografie | Hundefotografie München | Jack Russel Pina
Ein knappes Jahr später, im Mai 2015…Dobermann Hündin Bounty vor Kirschblüten | Hundefotografie München

Und schließlich im November 2016…

Sarah Koutnik Fotografie | Hundefotografie | Malinois Hexe | Erinnerungen

Und weil ich gerade eben auf diesem nostalgischen Trip meine externen Festplatten durchstöbert habe, kann ich euch dieses Foto nicht vorenthalten. Das war das erste Hundefoto, das ich je mit einer Spiegelreflexkamera geschossen habe (ich fand übrigens jedes der hier gezeigten Fotos zum jeweiligen Zeitpunkt der Aufnahme sehr gelungen und zeigenswert. Wenn ich mir so manches Bild heute ansehe, muss ich darüber wirklich lächeln):
Rueckblick

Auch in Sachen Pferdefotografie gab es eine fotografische Entwicklung. Hier habe ich sehr lange nur Bekannte und Freunde von Freunden mit ihren Pferden fotografiert (was vielleicht daran liegen könnte, dass ich ja selbst auch – wie man so schön in der Heimat sagt – “pferdenarrisch” bin und lange selbst Reitbeteiligungen hatte). Es war einfacher, an Freiwillige zu kommen, die sich von mir fotografieren ließen und weil man sich ja schon kannte, war das mit der Angst nicht ganz so schlimm für mich.
Die ersten Versuche gabs im Jahr 2012…Sarah Koutnik Fotografie | Pferdefotografie | München | Haflinger im Herbst

Es folgten weitere Shootings mit Stallfreunden im April 2013

Die ersten “fremden” Pferde und Menschen erst einige Zeit später, im Oktober 2014. Auch hier war die Nervosität riesengroß, ich konnte vor Aufregung nicht schlafen, die ersten Fotos total versemmelt, weil ich mich nicht mehr erinnern konnte, wie ich meine Kamera denn richtig bediene. Ich war schwer überfordert mit dem Ausrichten von Mensch und Pferd, auf das Licht achten, freundlichen Smalltalk führen und dazu noch im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken….

Aber auch hier hat sich bis heute noch ein bisschen was geändert (nicht nur das Logo auf den Fotos 😉 )
September 2015…
Dülmener Wildpferd Sunny | Pferdefotoshooting bei Sonnenaufgang | Pferdefotografie München

Dezember 2016…

Pferdefotografie München | Sonnenaufgang | Morgennebel | Sarah Koutnik Fotografie

Und schließlich ganz aktuell, quasi frisch aus der Kamera 😉
Mai 2017
Sarah Koutnik Fotografie | Pferdefotografie München | Sonnenaufgang | Morgensonne | Zauberlicht | Cowgirl

Ich habe gelernt, mit der Kamera das einzufangen, was mein Herz sieht, was ich fühle, wie ich den Moment erlebe. Die unglaubliche Nervosität vom Anfang ist verschwunden, ich kann vor Shootings zwar noch immer nicht gut schlafen, wache oft lange vor dem Wecker auf, aber das passiert nicht mehr, weil ich Angst habe, was der Tag so bringen wird, sondern weil ich mich darauf freue, das zu tun, was ich liebe. Menschen und Tiere so abzulichten, wie ich sie sehe. Ja, so sehe ich euch. Ich sehe Verbundenheit, ich sehe Freiheit, ich sehe Vertrauen und ganz, ganz, ganz viel Liebe und Schönheit. In jedem von euch 🙂

Und wenn ich dann nach einem Shooting nach Hause komme, die Beine zerkratzt und von Mücken und Bremsen zerstochen sind, ich von oben bis unten dreckig bin, nach Stall oder Hundeküssen rieche, oft genug nur noch ein Vogelnest auf dem Kopf habe, mir von den vielen Kniebeugen die Oberschenkel brennen und der Rücken vom viel zu schweren Fotorucksack schmerzt, dann spüre ich das alles gar nicht. Ich kann es dann kaum erwarten, die Fotos zu sichten, weiter zu arbeiten und euch zu zeigen, wie schön ihr und euer Tier sein könnt 🙂

Ich freue mich über all das, was ich schon erleben durfte und kann es kaum erwarten, was das nächste Fotoshooting bereit hält.